Dienstag, 24. August 2010

Liebe^3

Ich habe mich während der letzten Wochen so einige Male verliebt. Unter anderem in die Vending Machines. Heute ist meine Liebe gewachsen, geradezu sprunghaft! Denn ich habe sie gesehen. Eine der neusten Schöpfungen des wundervoll bunten, unterhaltsamen und unheimlich fortgeschrittenen Japans! Schaut her, sie liebt uns auch:


http://www.youtube.com/watch?v=B_x6ZmccTDw

Leider habe ich meine Kamera heute morgen vergessen, sodass ich sie dann nicht fotografieren konnte.
Ist sie nicht zauberhaft? Sie hat einen großen TouchScreen! Sehr zuvorkommend ist sie auch!: Sobald man vor ihr steht, analysiert sie Alter und Geschlecht und zack, schon werden die Getränke die einem wahrscheinlich am besten schmecken markiert!
Ich lieeeebe sie.

Das war allerdings nicht das einzige Liebesereignis heute!! Ihr erinnert euch doch sicherlich an Hugo, meinen Lieblingswinker. Als ich heute morgen an ihm vorbeigehuscht bin, weil ich wie üblich ein wenig spät dran war (ich fang zwar erst um 9h an, aber trotzdem..), trafen sich unsere Blicke und die Welt schien still zu stehen. 3 Sekunden mindestens. Er ist wirklich wie Winnie Pooh! =)

Außerdem ist heute Tom-Telefon-Tag, wodurch mein Tag dann noch mit einer Extraportion Liebe abgerundet wird - Einfach lieblich!

Freitag, 20. August 2010

Heute habe ich eine Lat gesehen!

Jaaaah, eine Laaat. Nun seid ihr sicherlich ganz gespannt.
Letzte Woche in Akita sprach ich noch mit Hitomi darüber: "Yaaaa, in Tokyo, there are so many lets."
öööhh "Lets?!! .... Lats?? hmmm, don't know...."
In der UBahn solle man sie manchmal sehen. Ich konnte mich aber bei bestem Willen an keine ungewöhnlichen Ereignisse in der UBahn erinnern, die ich mit dem Begriff Lats verbinden könnte.
Aber heute!! Da hab ich sie gesehen! Eine Ratte! Rat! Oder in der japanisch-englischen Variante Lat! Sie lag ganz erbärmlich kaputt am Wegrand. Trauriges, totes Geschöpf.
Welch Überleitung. Die Vergänglichkeit:

Nun wird es wohl schon beinahe das letzte Mal sein, dass ich mich melde. Denn der Countdown läuft. In einer Woche geht mein Flieger in die Heimat und bis dahin habe ich noch sooo viele Dinge zu erledigen. Yumiko hat es so (japanisch natürlich) ausgedrückt: Ich bin ein Hippari Dako. Ein Oktpus, dessen Arme man lang zieht. Und sie werden immer länger, wie Gummi. Denn die Kollegen beschäfitigen mich die letzten Tage doch sehr gut! Hast du am Mittwoch noch Zeit? Da wollt ich nach der Arbeit ins DisneySea fahren... - Echt?? Wir wollten dich gerade fragen, ob du mit uns ins DineySea fahren möchtest!!!!
Perfekt!
Heute Abend bin ich mit Eppy, Kelvin und Steve Pizza essen gewesen. Japanisch mit Tuna und Wasabi-Avocado und dann noch ein wenig Hard Rock Cafe. Der Abend war sehr lustig. Sehr schade, dass wir einander nicht wiedersehen werden. So ist es, das Leben.

Montag habe ich schon Farewell Party - die wollen mich schon vorzeitig loswerden... Es gibt koreanisches BBQ, denn ich liebe koreanisches Essen!


Busy-Oktpus-Sus(h)i sagt Sayonara

Sonntag, 15. August 2010

Akita-Wochenende

Gerade bin ich wieder angekommen! Freitag Morgen habe ich mich auf den Weg nach Akita in die Stadt Odate (übrigens der Geburtsort des süßen, berühmten Hachiko) gemacht, um dort die Familie einer Kollegin zum Obonfest zu besuchen. Zu Obon fahren die Japaner in ihre Heimatstädte zurück. Gemeinsam mit der Familie wird der verstorbenen Familienangehörigen gedacht. War also ein doppelter Lottogewinn. Denn es ist im Allgemeinen eher selten, dass Fremde in ein japanisches Haus eingeladen werden. Und dann zu einem solchen Feiertag, das war Kultur pur. Sie leben auf dem Land und entsprechend pflegen sie ihre alten Traditionen. Die Familie war unglaublich freundlich, offen und herzlich! Sie ist wunderbar! Wir haben einander natürlich nicht verstehen können und trotzdem hab ich mich sehr wohl gefühlt. Das war sicherlich eines meiner Highlights!
Leider haben wir dieses Wochenende das größte Sommerfeuerwerk Tokios verpasst. Und für Akitas Feuerwerke waren wir zu früh. Hier findet eines der berühmtesten Feuerwerke Japans statt. Deshalb werden nächstes Wochenende am Ort des Feuerwerks sich nicht wie üblich 40.000 sondern über 700.000 Menschen befinden. Dieses Feuerwerk muss einfach nur verrückt sein. Ich habe bei youtube mal eines der letzten rausgesucht: Feuerwerk Wirklich sehenswert und verschwenderisch. Aber es ist ja Sommer ;-)
So, nun räum ich noch schnell auf, bevor ich meine 12.-letzte Nacht in Tokio antrete. Bis bald!

Freitag, 6. August 2010

neue Fotos

Hier nocheinmal der Foto-Link =)

Montag, 2. August 2010

typisch Japan

Jeden Morgen komme ich an einer Baustelle mit vier bis fünf Winkern vorbei. Einen davon habe ich einen Namen gegeben. Er heißt Hugo und er hat etwas von Winnie Pooh. Er ist wirklich herzig. Tom hat sich in ähnlicher Weise amüsiert, wie der Redakteur des folgenden Beitrags aus der wundervollen zdf-Mediathek: Lichtschwerter an Baustellen.

Zurück aus dem Urlaub

Ich melde mich zurück. Noch immer kann ich es nicht begreifen. Kaum ein, vielleicht zwei Tage ist es her, da kam Tom nach Tokio. Und nun ist er auch schon wieder weg. Na gut, er war länger da. Aber eigentlich dann doch wieder ganz kurz. Zumindest dann doch aber lang genug, sodass wir so viel gesehen haben, dass mir immernoch ganz schwindelig ist und ich nie hinterherkommen werde, auch nur ein Teil davon anständig zu berichten.
Dennoch eine Zusammenfassung: Wir waren
- im Disneyland, was mich ganz verzauberte, Tom dann eher weniger...
- mit Takashi und seiner Frau Power-Hiking (nachdem ich Tom gesagt habe, dass das eher ein Spaziergang wird und wir locker-flockig losgezogen waren, wurden wir eines besseren belehrt: Takashi ist ein passionierter Wanderer, der auch schon wochenlang im Himalaya umherwanderte - Er hat uns fertig gemacht und Tom durfte auch nicht seine Füße in den wunderschönen Fluss stecken, an dem wir vorbeiGERANNT sind...)
- zwischendrin ganz viel essen - Tom ist von dem Essen verzaubert, dermaßen, dass er mindestens alle zwei Stunden über Hunger klagte: "Also ich könnt ja schon wieder was essen...."
- in Kyoto. Mein Highlight: eine Nacht in diesem Kapselhotel, das ich beim zdf-mediathek schauen entdeckt habe: 9hours
- bei den wildgewordenen Rehen in Nara - possierliche Tierchen, die einem hinterherlaufen...
- in Osaka, überraschenderweise und ganz zufällig zu einem Riesen-Sommer-Festival =) Die Leute laufen mal links mal rechts. Da soll noch jemand durchsteigen. Dann doch lieber durchgehend links. Daran hab ich mich mittlerweile gewöhnt...
- in Hiroshima, einer Stadt mit erschütternder Geschichte, für die man keine Worte findet. Hiroshima-yaki schmeckt suuuper und ist Pflichtprogramm bei jedem Besuch.
- auf dem Fuji-san - Abends los, nachts raufgeklettert, um 3h auf dem Gipfel angekommen, bis 4h gefroren bis um halb 5 auf den Sonnenaufgang gewartet. Zack - für all die Strapazen belohnt. Unbeschreiblich schön. Ein Gefühl.... Ein Stündchen auf der Bank geschlummert, hinabgestiegen - stundenlang mit Bus, Zug und U-Bahn zurück nach Roppongi. Heute ist der Schmerz fast vergessen.
- pünklich zum Riesen Sumida-Feuerwerk zurück in Tokio =) Das allerallergrößte Feuerwerk, das man sich vorstellen kann - unglaublich. Im Sommer gibt es unzählige Feuerwerke, einfach weil Sommer ist. Als wir in Kuramae aus der Metro ausgestiegen sind, steckten wir schon auf der Straße in einer Menschenmenge fest, ohne zu wissen was uns erwartet. Es stellte sich heraus, dass wir uns auf einer großen abgesperrten Straße befanden, die den Fluss überquerte. Die Menschenmassen, wir, wurden dann mit Hilfe von Absperrbändern in große Quadrate geteilt. Jedes Quadrat bekam einen Schilderhalter, der einem mit seinem Schild signalisierte, wann die Masse sich bewegen durfte und wann sie warten musste. Auf diese Weise wurde die ganze Menschenmenge in Häppchen über den Fluss geführt, um ein Teil des Feuerwerks, dass über dem Fluss abgeschossen wurde, sehen zu können. Unter diesen Umständen muss natürlich Gruppe A der Fairness halber genau das gleiche Spektakel betrachten wie Gruppe P und Z. Das Feuerwerk hat so auch kein Spannungsbogen. Stattdessen über zwei Stunden lang einfach das größte Feuerwerk abschießen, das es gibt. Ein großes Feuerwerksfinale. Nuuuur große Raketen. Am laufenden Band. Verschwendung pur - beeindrückend. Die Straßen, die einen Blick auf den Fluss ermöglichen, waren besetzt. Stunden vorher schienen sich die Menschen die besten Plätze auf der Straße gesichert zu haben. Bewaffnet mit Gaskochern, Essen und Trinken. Großes Fest.
- zwanzig Mal in und um Tokio herum, Johannes' Sushimann gesucht, bei Toni Maroni gegessen, statt im Hardrock-Cafe (Toms Lieblingsstory), geshoppt und im Sekundentakt in der U-Bahn weggeschlummert....

Alles in allem ein wunderschönes und anstrengendes Abenteuer, mit viel Trubel und Erschöpfung und Zauber. Japan, wir kommen wieder.

Fotos folgen selbstverständlich die nächsten Tage.

Nun, da Tom weg ist, kann ich endlich wieder laut singen, dass die Nachbarn klopfen. Ich muss mir das Alleinsein schließlich schönreden. Außerdem muss ich mich auch fürs Karaoke-Singen warm machen. (Klasse Überleitung ->) Das habe ich übrigens auch schon mit Kollegen erlebt.... aber das ist eine andere Geschichte, die ich mich für das nächste Mal warmhalte. Schaltet wieder ein...