Montag, 2. August 2010

Zurück aus dem Urlaub

Ich melde mich zurück. Noch immer kann ich es nicht begreifen. Kaum ein, vielleicht zwei Tage ist es her, da kam Tom nach Tokio. Und nun ist er auch schon wieder weg. Na gut, er war länger da. Aber eigentlich dann doch wieder ganz kurz. Zumindest dann doch aber lang genug, sodass wir so viel gesehen haben, dass mir immernoch ganz schwindelig ist und ich nie hinterherkommen werde, auch nur ein Teil davon anständig zu berichten.
Dennoch eine Zusammenfassung: Wir waren
- im Disneyland, was mich ganz verzauberte, Tom dann eher weniger...
- mit Takashi und seiner Frau Power-Hiking (nachdem ich Tom gesagt habe, dass das eher ein Spaziergang wird und wir locker-flockig losgezogen waren, wurden wir eines besseren belehrt: Takashi ist ein passionierter Wanderer, der auch schon wochenlang im Himalaya umherwanderte - Er hat uns fertig gemacht und Tom durfte auch nicht seine Füße in den wunderschönen Fluss stecken, an dem wir vorbeiGERANNT sind...)
- zwischendrin ganz viel essen - Tom ist von dem Essen verzaubert, dermaßen, dass er mindestens alle zwei Stunden über Hunger klagte: "Also ich könnt ja schon wieder was essen...."
- in Kyoto. Mein Highlight: eine Nacht in diesem Kapselhotel, das ich beim zdf-mediathek schauen entdeckt habe: 9hours
- bei den wildgewordenen Rehen in Nara - possierliche Tierchen, die einem hinterherlaufen...
- in Osaka, überraschenderweise und ganz zufällig zu einem Riesen-Sommer-Festival =) Die Leute laufen mal links mal rechts. Da soll noch jemand durchsteigen. Dann doch lieber durchgehend links. Daran hab ich mich mittlerweile gewöhnt...
- in Hiroshima, einer Stadt mit erschütternder Geschichte, für die man keine Worte findet. Hiroshima-yaki schmeckt suuuper und ist Pflichtprogramm bei jedem Besuch.
- auf dem Fuji-san - Abends los, nachts raufgeklettert, um 3h auf dem Gipfel angekommen, bis 4h gefroren bis um halb 5 auf den Sonnenaufgang gewartet. Zack - für all die Strapazen belohnt. Unbeschreiblich schön. Ein Gefühl.... Ein Stündchen auf der Bank geschlummert, hinabgestiegen - stundenlang mit Bus, Zug und U-Bahn zurück nach Roppongi. Heute ist der Schmerz fast vergessen.
- pünklich zum Riesen Sumida-Feuerwerk zurück in Tokio =) Das allerallergrößte Feuerwerk, das man sich vorstellen kann - unglaublich. Im Sommer gibt es unzählige Feuerwerke, einfach weil Sommer ist. Als wir in Kuramae aus der Metro ausgestiegen sind, steckten wir schon auf der Straße in einer Menschenmenge fest, ohne zu wissen was uns erwartet. Es stellte sich heraus, dass wir uns auf einer großen abgesperrten Straße befanden, die den Fluss überquerte. Die Menschenmassen, wir, wurden dann mit Hilfe von Absperrbändern in große Quadrate geteilt. Jedes Quadrat bekam einen Schilderhalter, der einem mit seinem Schild signalisierte, wann die Masse sich bewegen durfte und wann sie warten musste. Auf diese Weise wurde die ganze Menschenmenge in Häppchen über den Fluss geführt, um ein Teil des Feuerwerks, dass über dem Fluss abgeschossen wurde, sehen zu können. Unter diesen Umständen muss natürlich Gruppe A der Fairness halber genau das gleiche Spektakel betrachten wie Gruppe P und Z. Das Feuerwerk hat so auch kein Spannungsbogen. Stattdessen über zwei Stunden lang einfach das größte Feuerwerk abschießen, das es gibt. Ein großes Feuerwerksfinale. Nuuuur große Raketen. Am laufenden Band. Verschwendung pur - beeindrückend. Die Straßen, die einen Blick auf den Fluss ermöglichen, waren besetzt. Stunden vorher schienen sich die Menschen die besten Plätze auf der Straße gesichert zu haben. Bewaffnet mit Gaskochern, Essen und Trinken. Großes Fest.
- zwanzig Mal in und um Tokio herum, Johannes' Sushimann gesucht, bei Toni Maroni gegessen, statt im Hardrock-Cafe (Toms Lieblingsstory), geshoppt und im Sekundentakt in der U-Bahn weggeschlummert....

Alles in allem ein wunderschönes und anstrengendes Abenteuer, mit viel Trubel und Erschöpfung und Zauber. Japan, wir kommen wieder.

Fotos folgen selbstverständlich die nächsten Tage.

Nun, da Tom weg ist, kann ich endlich wieder laut singen, dass die Nachbarn klopfen. Ich muss mir das Alleinsein schließlich schönreden. Außerdem muss ich mich auch fürs Karaoke-Singen warm machen. (Klasse Überleitung ->) Das habe ich übrigens auch schon mit Kollegen erlebt.... aber das ist eine andere Geschichte, die ich mich für das nächste Mal warmhalte. Schaltet wieder ein...

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